Jan´s Hintergrund
9
Sep
2016
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Außergewöhnliche Hobbies: Sportholzfällen

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Eine recht pragmatische wie praktische Aussage. Wenn man sie in den Kontext der STIHL TIMBERSPORTS® Series setzt, wird sie ziemlich schlüssig. Denn hier geht es ums Holzfällen – genauer gesagt: Um das Sportholzfällen.

Ja, richtig gehört. Bei Timbersports messen sich echte Kerle im Holzhacken. Es geht hier um Kraft, Geschicklichkeit, Präzision und Ausdauer – kurzum: Es ist ein hohes sportliches Niveau gefordert. Das Kräftemessen findet in einem professionellen Wettkampf statt, auf nationaler und internationaler Ebene. Die STIHL TIMBERSPORTS® Series wurden 1985 in den USA ins Leben gerufen, seit 2001 finden die Wettkämpfe auch in Europa statt. Das Sportholzfällen wurde ursprünglich in Kanada, Australien, Neuseeland und den USA „erfunden“, um – ganz simpel gesagt – den besten Waldarbeiter ausfindig zu machen. So wundert es auch nicht, dass bis heute viele Sportler aus dem Bereich Forstwirtschaft kommen. Doch es gibt auch viele „Quereinsteiger“, die nicht minder erfolgreich mit Axt und Säge umgehen.

Die STIHL TIMBERSPORTS® Series teilen sich in einen Mehrkampf mit sechs Disziplinen auf, bei denen den Sportlern nicht nur Kraft und Präzision, sondern auch der perfekte Umgang mit Axt und Säge abverlangt werden. Die schwierigste Disziplin ist dabei „Springboard“. Der Sportler muss zwei Kerben in verschiedenen Höhen in einen Stamm schlagen, in das er dann zwei Trittbretter steckt. Auf dem oberen Brett stehend, durchschlägt der Athlet von zwei Seiten den Stamm. Bei den Disziplinen „Stihl Stock Saw“ und „Hot Saw“ tritt der Sportler mit der Motorsäge an, um gerade und saubere Scheiben – sog. „Cookies“ – von einem Stamm zu sägen. Bei „Hot Saw“ darf das Sportwerkzeug sogar getunt sein. Es gibt Motorsägen, die mit bis zu 80 PS ausgestattet sind. Und diese Kraft gilt es zu beherrschen. Wirklich kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass die Säge so viel Power wie ein Kleinwagen haben kann.

Damit jeder Sportler mit dem gleichen Material kämpft, wird darauf geachtet, dass das Holz aus dem gleichen Waldgebiet stammt. Bei deutschen Meisterschaften wird beispielsweise Pappelholz verwendet, in den USA White Pine. Die Stämme und Holzblöcke werden im Vorfeld so bearbeitet, dass sie alle den gleichen Durchmesser haben. Fair Play gilt also auch beim Sportholzfällen.

Fazit: Sportholzfällen ist ein actiongeladener, kraftvoller Sport, der dem Athleten Höchstleistungen abverlangt. Wer ein bisschen Holzfäller-Atmosphäre schnuppern möchte, sollte sich den 13. August vormerken. Denn da findet die Deutsche Meisterschaft in Winterberg statt. Wer gerade in der Gegend ist, vorbeischauen lohnt sich allemal!

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