Jan´s Hintergrund
27
Jun
2016
0

Bauernregeln – Siebenschläfertag

Der 27. Juni ist nicht etwa der Namenstag des putzigen Nagetieres Siebenschläfer wie der Unwissende es vielleicht ableiten würde, vielmehr steht dieses Datum für eine altbekannte Wetter- bzw. Bauernregel. Sie besagt, dass „das Wetter am Siebenschläfertag, sieben Wochen bleiben mag“. Auf einen Sonnentag folgen somit 49 Tage Sonne, Regen ist an diesem Tag eher nicht so beliebt. Wenn man es jedoch genau nimmt, müsste man diese Regel auf den 7. Juli anwenden (Vgl. Wechsel vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender).

Sieben Wochen schönstes Sommerwetter? Wer hofft nicht darauf?!? Doch diese Bauernregel trifft leider nur bedingt zu. In Süddeutschland liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Regel sich erfüllt, um die 70 %. Je weiter man gen Norden geht, desto instabiler wird das Wetter. Berufen wir uns doch einfach auf dieses alte Brauchtum, auch wenn wir wissen, dass Wetterstatistiken was anderes sagen: Wir von JAN VANDERSTORM hoffen heute dennoch auf sommerliches Vorzeigwetter – Sonnenschein pur!

Zur Legende des Siebenschläfertages

Namenspate für diese Bauernregel ist eine Heiligenlegende aus dem Jahr 251. In der Zeit der Christenverfolgung suchten sieben junge Brüder in einer Berghöhle nahe bei Ephesus Zuflucht. Doch sie wurden entdeckt und lebendig eingemauert. An sich waren die Männer dem Tode geweiht, doch sie verfielen in einen tiefen Schlaf, aus dem sie erst zufällig 195 Jahre später, am 27. Juni 446, erwachten. Nachdem sie ihren Glauben an die Auferstehung der Toten bezeugten, starben sie. Soweit die Legende.

0

Antworten