Jan´s Hintergrund
25
Okt
2016
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Materialkunde: Polyester

Nachdem wir angefangen haben, die Bekleidungsstoffe und Textilfasern in Gruppen zu teilen, möchten wir euch heute die letzte Kategorie vorstellen: Die Chemiefasern mit synthetischem Ursprung. Hierzu zählen u.a. Polyester, Polyamid, Polyacryl oder Elasthan.

Polyester ist eine reine Synthetikfaser, die größtenteils aus Erdöl gewonnen wird.  Sie ist sehr strapazier- und widerstandsfähig. Weitere positive Eigenschaften: Polyesterfasern sind licht- und wetterbeständig. Außerdem weisen sie eine hohe Formbeständigkeit aus, zudem sind Textilien aus Polyester besonders reißfest und elastisch. Aufgrund dieser komfortablen Trageeigenschaften wird Polyester sehr häufig in der Textilherstellung eingesetzt, zumal sich aus dieser Faser viele verschiedene Stoffe mit unterschiedlichem Aussehen herstellen lassen. Polyester ist quasi das Chamäleon unter den Kunstfasern. Denn es kann z.B. wie Baumwolle oder Seide aussehen, so dass man oftmals erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennt, dass es sich um Polyester handelt.

Neben all den Vorteilen muss die Polyesterfaser sich aber auch mit den einen oder anderen Nachteilen geschlagen geben. Polyester nimmt kaum Feuchtigkeit auf. D.h., dass Schweiß beispielsweise nicht aufgesogen werden kann. Umgekehrt aber, das Material trocknet sehr schnell.

Polyester-Textilien sind knitterarm und sollten, wenn überhaupt, nicht zu heiß gebügelt werden. Ein Waschgang bei bis zu 40° C ist erlaubt, ein Trockner jedoch nicht.

In der Bekleidungsindustrie wird Polyester häufig im Outdoorbereich als Wetterschutzbekleidung eingesetzt, häufig kommt es in Mischgeweben mit Wolle und Baumwolle vor.

Die Abkürzungen für Polyester variieren, es werden die Kürzel „PL“, „PES“ oder „PET“ verwendet.

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