Jan´s Hintergrund
3
Mrz
2017
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Kaffee als Trend – Third Wave Coffee

Der neuste Kaffee-Trend nennt sich Third Wave – die dritte Welle. Was nahelegt, dass es eine erste und eine zweite Welle in der internationalen Kaffeeszene geben muss.

Die erste und zweite Kaffee-Welle

Die erste Welle ist Kaffee trinken und aufbrühen, wie wir es schon von Oma kennen, seit es die Bohne für alle erschwinglich in den Regalen zu kaufen gibt. Das Pulver wurde mit Wasser aufgegossen, mit Kaffeefilter auf der Kanne. Die zweite Welle bezeichnet die Kaffee- und Espressotrends der 80er und 90er Jahre. Coffee to go, Cappuccino, Frappuccino, Café Latte und so weiter. Der schnelle Kaffee, bzw. Espresso für zwischendurch wurde bevorzugt und hält sich bereits seit mehreren Jahrzehnten. Gleichzeitig entstand der Trend zu Kaffee oder Espresso aus Pad-Maschinen.

Der Kaffee soll nicht nur konsumiert werden

Die dritte Welle ist nun eine Mischung zwischen „zurück zu den Wurzeln“ und auf der anderen Seite das Kaffeebrühen als kunstfertiges Handwerk. Mit Kaffee aus speziellen Anbaugebieten, gebrüht mit speziellen Verfahren, die die Aromen zum Vorschein bringen. Kaffee mit so vielen Nuancen wie ein guter Wein.

Weitere Aspekte sind der neuen Kaffeeszene ebenfalls wichtig. Die Herkunft des Kaffees, die Verarbeitung der Bohnen und die faire Zusammenarbeit mit den Kaffeebauern. Third Wave bedient sich also nicht der herkömmlichen Supermarktkaffees. Die Bohnen aus Südamerika wachsen unter anderen klimatischen- und Boden-Bedingungen als die Bohnen aus Mittelamerika. Bohnen aus Afrika entwickeln wiederum andere Aromen. Die Röstung muss schonend sein, die Aromen sollen sich frei entfalten können. Das Verfahren der Kaffeezubereitung wird auf die Bohnen abgestimmt. Das Wasser hat eine Temperatur von 93°C und das Kaffeepulver wird grob oder fein gemahlen und dann auf der Digitalwaage abgewogen. Dann wird der Kaffee in einem Filter zum Aufbrühen auf eine Kanne gesetzt und langsam kreisend aufgegossen. Für diesen Kaffeegenuss muss man sich Zeit nehmen.

Kleine Privatröstereien und kleine Cafés in den Szenevierteln der Großstädte, wo die Kaffeekocher Barista heißen, bieten diese spezielle Zubereitung des Kaffees. Wem das alles zu abgehoben klingt, kann sich auch schonend zu Hause mit Filter einen Fairtrade-Kaffee brühen. Die Sorten sind zwar teurer aber die Bauern werden fair bezahlt. Zudem ist die Auswahl an Anbaugebieten differenzierter. So kommt man zu seinem ganz eigenen Kaffeegenuss.

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